Meldung der Feuerwehr Kahl

Steueralarm?

Feuerwehr ist teuer und kostet aller Leute Geld. Beschaffungen zu diskutieren, ist daher Entscheiderpflicht. Man tut das oft und gern – kritisch, offen, unbelastet – manchmal leider auch von jeglicher Sachkenntnis.

Wer von »heiliger Kuh« und »Luxus« spricht, muss den banalen Hinweis schlucken, dass die Freiwillige Feuerwehr nicht – wie manche Vereine – eigene oder Mitgliederinteressen verfolgt, sondern eine kommunale Institution mit Sicherheitsaufgaben ist. Er ignoriert gesetzliche Ausrüstungsnormen, die Rolle, die Kahl als Abschnittsführungsstelle im überörtlichen Katastrophenschutz spielt und die örtlichen Gegebenheiten – Industrie, Verkehrswege einschließlich Autobahn, Gewässer, um nur einige zu nennen. Die Einwohnerschablone allein – neun rote Autos für 7000 Kahler? – tut es da nicht. Wer um die Steuergelder »der Bürger« klagt, übersieht deren bestimmungsgemäße Verwendung – zum Wohle der Allgemeinheit nämlich. Vielleicht auch, dass Sparen kein Selbstweck und eine Gemeinde am Ende doch keine Aktiengesellschaft ist, mit dem Finanzvorstand als letzter Instanz. Und er hat sich, das muss unterstellt werden, eben nicht sachkundig gemacht. Sonst wüsste er, dass ein Mehrzweckfahrzeug nicht nur die Kutsche für den Kommandanten ist. Es fährt fast jeden Einsatz – 120 waren das letztes Jahr in Kahl – in mannigfacher Funktion mit, ob als Solist bei Kleinigkeiten, als Transporter oder als Führungsbasis mit dem vierköpfigen Zugtrupp. Interessante Frage übrigens, wie der samt Funkzentrale und technischer Beladung in einen Kombi passt. Oliver Klemt Quelle: Main-Echo vom 30.6.2011