Katastrophenschutzvollübung im Falkenbergtunnel in Laufach – angenommener Brand eines Personenzugs im Tunnel
Am heutigen Samstag fand im Falkenbergtunnel in Laufach eine groß angelegte Katastrophenschutzvollübung statt. Zahlreiche Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren und Hilfsorganisationen waren beteiligt, um das Zusammenspiel der Einsatzkräfte sowie die Abläufe bei einem größeren Schadensereignis im Tunnel zu trainieren. Auch die Feuerwehr Kahl am Main unterstützte die Übung an verschiedenen Stellen.
Als Übungslage wurde ein Brand in einem Reisezug angenommen, der mitten im rund 2,6 Kilometer langen Falkenbergtunnel zum Stehen gekommen war. Im stark verrauchten Zug befanden sich zahlreiche verletzte und hilfsbedürftige Personen, die durch die Einsatzkräfte gerettet und versorgt werden mussten.
Auf rettungsdienstlicher Seite wurde ein Massenanfall von Verletzten (MANV) mit rund 70 Verletzten-Darstellern simuliert. Die Herausforderung für den Rettungsdienst bestand darin, die zahlreichen Betroffenen unter den schwierigen Bedingungen zu sichten, zu priorisieren und medizinisch zu versorgen. Darüber hinaus mussten die weitere Behandlung sowie der Transport in enger Abstimmung mit den beteiligten Einsatzorganisationen koordiniert werden.
Die Feuerwehr Kahl am Main unterstützte die Übungsleitung mit dem Einsatzleitwagen (ELW) bei der Koordinierung der Übungslage. Die Entwicklung der Lage wurde dokumentiert und das Funkgeschehen überwacht.
Das Mannschaftstransportwagen (MTW) war für Shuttle-Dienste eingebunden. Gäste aus der Politik sowie Übungsbeobachter wurden zu den einzelnen Stationen transportiert. Aufgrund der großen räumlichen Entfernungen konnten diese nicht zu Fuß erreicht werden.
Aktiv in das Übungsgeschehen war auch der Versorgungslastkraftwagen (V-LKW) eingebunden. Dieser ist in der Alarmplanung zusammen mit dem Rollwagen Großlüfter und dem Rollwagen Lüfterzubehör vorgesehen. Nach der Ankunft im Bereitstellungsraum erhielt die Besatzung jedoch einen neuen Einsatzauftrag. Es galt, die parallele Tunnelröhre zu befahren, um den Transport von Material und Personen zu ermöglichen.
Insgesamt waren zehn Einsatzkräfte der
Feuerwehr Kahl am Main über einen Zeitraum von acht Stunden an der Katastrophenschutzvollübung in Laufach beteiligt.














