Zwei Tage nach dem verheerenden Sturm am Sonntagabend kommen die Einsatzkräfte der Kahler Feuerwehr langsam zur Ruhe und es kann eine grobe Bilanz gezogen werden.

Die Kahler Feuerwehr und ihre Helfer waren von Sonntagabend 18:20 Uhr bis in die frühen Morgenstunden des Montags im Einsatz.

Hierbei wurden sie von den umliegenden freiwilligen Feuerwehren aus Mömbris/Niedersteinbach (Zug 4), Laufach/Feldkahl/Rottenberg (Zug 7), Haibach/Winzenhohl (Zug 9), Hösbach/Sailauf (Zug 10), Aschaffenburg (Zug 4), Hohl (Verpflegungszug), Niedernberg, Goldbach, Sulzbach, Mainaschaff, Schimborn, Großostheim, Großkrotzenburg und der Werkfeuerwehr Kraftwerk Uniper Großkrotzenburg, dem BRK Kahl und dem THW Alzenau unterstützt.

Das entspricht einer Zahl von 230 überwiegend ehrenamtlichen Katastrophenschützern.

In Kahl, das mit am schlimmsten von dem Sturm getroffen wurde, wurden im gesamten Ort durch Hagel und umstürzende Bäume Häuser, Dächer, Fahrzeuge, Straßenschilder, Laternen, die Bahnstrecke und auch Stromleitungen beschädigt.

Diese mussten gesichert, entfernt oder abgedeckt werden.

Teilweise konnte die Ortschaft aufgrund hunderter umgestürzter Bäume über die Zufahrtsstraßen nicht mehr erreicht werden.

Weiterhin musste die Feuerwehr unter anderem zerstörte Kamine sichern, aus 32 Gebäuden/Kellern Wasser abpumpen, 50 Dächer aufgrund von Sturmschäden sichern, Hagelkörner wegschippen, ein Wohnhaus evakuieren und ein Pferd aus der Kahl retten.


Gegen 5 Uhr am Montagmorgen waren alle Einsätze beendet, so dass die auswärtigen Kathastrophenschutzeinheiten Kahl wieder verlassen konnten.

Nach einer kurzen Pause alarmierte es am Montag ab 7:30 Uhr erneut mehrmals zu kleineren Einsätzen aufgrund von Unwetterschäden sowie zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn.

Der Arbeitseinsatz für die Kahler endete am Montagabend um 21:30 Uhr.

Am heutigen Dienstag wurden noch kleinere Restarbeiten erledigt.


Insgesamt wurden in Kahl in den letzten drei Tagen fast 200 Einsätze gemeistert, das entspricht doppelt so vielen Einsätzen wie im gesamten Jahr 2018.

Die Einsatzbilanz des gesamten Landkreises Aschaffenburg beträgt für die Sturmnacht 600 Einsätze.
Wir bedanken uns bei allen überörtlichen Kräften, die uns und den Kahler Bürgern zur Seite standen.

 

Bilder 1- 14: MHS Fotografie, vielen Dank!
Ab Bild 15: Feuerwehr Kahl