2015-07-11_brandcontainer_05 Am Samstag den 11.06.2015 haben fünf Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau der Kahler Feuerwehr an einer Realbrandausbildung in Gelnhausen teilgenommen. In einem Containersystem aus drei Containern wird dort unter Atemschutz der Einsatz bei einem Wohnungsbrand geübt. Der Begriff Realbrandausbildung bedeutet, dass ein echtes Holzfeuer kontrolliert entfacht wird. Die Atemschutzgeräteträger lernen so, sich richtig zu verhalten, wenn sie in geschlossenen Räumen einen Löschangriff auf ein größeres Feuer vornehmen müssen. Im Mittelpunkt der Ausbildung steht der richtige Umgang mit dem Hohlstrahlrohr, also der wasserabgebenden Armatur. Nicht nur für den Löscherfolg, sondern auch für das Überleben der eingesetzten Kräfte ist die richtige Taktik, Wasserabgabemenge und Strahlart essentiell wichtig. Was weiterhin trainiert wurde ist der Umgang mit der extremen Hitze. Durch die moderne Schutzkleidung ist das Aushalten sehr hoher Temperaturen mittlerweile möglich. In einem Brandraum kann sich das Temperaturspektrum jedoch sehr plötzlich ändern. Während dem Löschangriff entstehender Wasserdampf oder ein falscher Positionswechsel des Feuerwehrmanns kann eine plötzliche Temperaturerhöhung um mehrere hundert Grad bedeuten, was enorm gefährlich ist. Ebenso ist der schnell fortschreitende Flüssigkeitsverlust des menschlichen Körpers unter diesen Extrembedingungen, der dicken Schutzkleidung, dem Atemgerät, der ca. 30kg schweren Ausrüstung sowie der körperlichen Anstrengung nicht zu unterschätzen. Bei zusätzlich über 30 Grad Außentemperatur bedeutete dies für die Teilnehmer viel Wasser trinken, die eigenen Reserven richtig einzuschätzen und die Konzentration zu bewahren. Betreut wurden die Kameraden während dieser Herausforderung von einem engagierten und kompetenten Ausbilderteam der Firma Magirus. Dieses trug dazu bei, dass die gut organisierte Ausbildungsveranstaltung zu folgendem Resümee der Teilnehmer führte:

„Die meisten Menschen springen an einem Samstag bei 30 °C Außentemperatur und Sonne in einen 20 ° kühlen See. Wir packen uns warm ein, setzten ein Atemschutzgerät auf und stürzen uns in einen 600 Grad warmen, brennenden Container. Aber es hat sich gelohnt, denn auch an einem Tag wie heute, kann es zu einem Wohnungbrand mit Menschleben in Gefahr kommen. Außerdem hat der Tag dank des tollen Ausbilderteams und dem Zusammenhalt unter den Kameraden unheimlich viel Spaß gemacht. Wir gehen jetzt zum Abschluss ein Eis essen.“