Einsätze 2019

Motivation für die Feuerwehr – Kahl hat „Danke“ gesagt

„Wir sind für nichts so dankbar wie für Dankbarkeit.“ Dieses Zitat der Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach drückt aus, was wir von der Kahler Feuerwehr in den vergangenen Tagen, vor allem in der Sonntagnacht, erleben durften. Die beste Motivation für unsere ehrenamtliche Arbeit ist es, Wertschätzung zu erfahren und zu spüren, dass wir gebraucht werden. Das geschieht vor allem dann, wenn man „Danke“ gesagt bekommt. Und Kahl hat „Danke“ gesagt:

Nachbarn der Feuerwehr und Bürger aus ganz Kahl haben uns während der Einsätze Snacks, belegte Brötchen, Kuchen und Getränke an die Einsatzstellen und ins Gerätehaus gebracht. Ein Förster hat uns spontan in der Nacht zum Montag beraten und mit angepackt. Viele sind vorbei gekommen, um einfach nur „ Danke“ zu sagen und sehr viele haben dasselbe über die Sozialen Medien getan. Die Aral-Tankstelle hatte sogar die ganze Nacht für die Feuerwehren geöffnet, so dass wir rund um die Uhr unsere Kraftstoffvorräte für die Stromaggregate und Kettensägen auffüllen konnten.

Kahl hat beispiellos zusammengehalten und tut das weiterhin. Wenn man durch den Ort läuft, kann man sehen, dass an jeder Ecke und in jeder Straße gemeinsam geputzt, gesägt und aufgeräumt wird. Und die Grenze ist dabei nicht der eigene Gartenzaun.

Dafür sagen wir DANKE Kahl!

DANKE auch an alle, die uns Kahlern in der Sturmnacht zur Hilfe geeilt sind. Die unendlich lange Liste der Unterstützer könnt Ihr in unserem letzten Artikel zur Sturmnacht nachlesen.

PS: Die Einsatzabteilung trifft sich freitags um 19 Uhr zur gemeinsamen Ausbildung. Über jeden, der uns regelmäßig unterstützen und mitmachen möchte, freuen wir uns. Kommt einfach vorbei.

+ Sturmbilanz der Kahler Feuerwehr +

Zwei Tage nach dem verheerenden Sturm am Sonntagabend kommen die Einsatzkräfte der Kahler Feuerwehr langsam zur Ruhe und es kann eine grobe Bilanz gezogen werden.

Die Kahler Feuerwehr und ihre Helfer waren von Sonntagabend 18:20 Uhr bis in die frühen Morgenstunden des Montags im Einsatz.

Hierbei wurden sie von den umliegenden freiwilligen Feuerwehren aus Mömbris/Niedersteinbach (Zug 4), Laufach/Feldkahl/Rottenberg (Zug 7), Haibach/Winzenhohl (Zug 9), Hösbach/Sailauf (Zug 10), Aschaffenburg (Zug 4), Hohl (Verpflegungszug), Niedernberg, Goldbach, Sulzbach, Mainaschaff, Schimborn, Großostheim, Großkrotzenburg und der Werkfeuerwehr Kraftwerk Uniper Großkrotzenburg, dem BRK Kahl und dem THW Alzenau unterstützt.

Das entspricht einer Zahl von 230 überwiegend ehrenamtlichen Katastrophenschützern.

In Kahl, das mit am schlimmsten von dem Sturm getroffen wurde, wurden im gesamten Ort durch Hagel und umstürzende Bäume Häuser, Dächer, Fahrzeuge, Straßenschilder, Laternen, die Bahnstrecke und auch Stromleitungen beschädigt.

Diese mussten gesichert, entfernt oder abgedeckt werden.

Teilweise konnte die Ortschaft aufgrund hunderter umgestürzter Bäume über die Zufahrtsstraßen nicht mehr erreicht werden.

Weiterhin musste die Feuerwehr unter anderem zerstörte Kamine sichern, aus 32 Gebäuden/Kellern Wasser abpumpen, 50 Dächer aufgrund von Sturmschäden sichern, Hagelkörner wegschippen, ein Wohnhaus evakuieren und ein Pferd aus der Kahl retten.


Gegen 5 Uhr am Montagmorgen waren alle Einsätze beendet, so dass die auswärtigen Kathastrophenschutzeinheiten Kahl wieder verlassen konnten.

Nach einer kurzen Pause alarmierte es am Montag ab 7:30 Uhr erneut mehrmals zu kleineren Einsätzen aufgrund von Unwetterschäden sowie zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn.

Der Arbeitseinsatz für die Kahler endete am Montagabend um 21:30 Uhr.

Am heutigen Dienstag wurden noch kleinere Restarbeiten erledigt.


Insgesamt wurden in Kahl in den letzten drei Tagen fast 200 Einsätze gemeistert, das entspricht doppelt so vielen Einsätzen wie im gesamten Jahr 2018.

Die Einsatzbilanz des gesamten Landkreises Aschaffenburg beträgt für die Sturmnacht 600 Einsätze.
Wir bedanken uns bei allen überörtlichen Kräften, die uns und den Kahler Bürgern zur Seite standen.

 

Bilder 1- 14: MHS Fotografie, vielen Dank!
Ab Bild 15: Feuerwehr Kahl

Unterstützung bei Brand in Karlstein

Zu einem B3P „Brand im Gebäude – Person in Gefahr“ wurde die Feuerwehr Gemeinde Karlstein sowie ein weiteres Löschfahrzeug aus der Gemeinde Kahl, in der Nacht von Sonntag auf Montag (20.05.) um 00:36 Uhr alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte vor Ort in der Kurmainzer Straße (OT Dettingen), drang massiv Rauch aus dem Gebäude, zwei Frauen hatten bereits eine Person aus dem Wohnbereich bis in den Flur geschleppt, mussten dann aber auf Grund der starken Rauchentwicklung das Gebäude verlassen, beide hatten sich hierbei eine Rauchgasvergiftung zugezogen und wurden durch den Rettungsdienst später in ein Krankenhaus eingeliefert. Sofort gingen zwei Trupps unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor und fanden den Bewohner auf, dieser wurde nach draußen gebracht und von Feuerwehrleuten sowie einem sich privat vor Ort befindlichen Mitglied der BRK Bereitschaft, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, versorgt. Hierbei zeigte sich wieder, wie wichtig die medizinische Ausbildung und Ausstattung auch bei der Feuerwehr ist. So werden in Karlstein auf jedem Löschfahrzeug ein Automatischer – Externer – Defibrillator kurz AED, sowie auf allen Fahrzeugen Notfallrucksäcke mit erweiterter Ausstattung (First Responder), vorgehalten. Beides konnte in diesem Fall erfolgreich eingesetzt werden. Den Rest des Eintrags lesen. »

Brand im Hafen Aschaffenburg

Am Samstag, 11.05.2019 kam es gegen 05.00 Uhr in Aschaffenburg zu einem Großbrand in einer Recycling Firma in Aschaffenburg-Leider. Zu diesem Brand wurden auch zahlreiche Feuerwehren und Einheiten aus dem Landkreis Aschaffenburg zur Unterstützung der Feuerwehr Aschaffenburg alarmiert.
So kamen u.a. die Züge „Warnen“ aus beiden Inspektionsbezirken zum Warnen der Bevölkerung in Aschaffenburg-Leider, Stockstadt und Sonneck, der Zug „Messen“ zur Gefahrstoffmessung, weitere überörtliche Löschzüge mit Atemschutzgeräteträgern, die zur unmittelbaren Brandbekämpfung eingesetzt wurden, die SEG-Drohne, Feuerwehrboote zum Einziehen einer Ölsperre und das Atemschutzzentrum zum Einsatz. Außerdem wurden aus dem Landkreis große Mengen Schaummittel für die Brandbekämpfung angeliefert. Die letzten Kräfte aus dem Landkreis wurden gegen 21.30 Uhr aus dem Einsatz entlassen.

Im Einzelnen waren folgende Einheiten in Aschaffenburg tätig: Alzenau, Atemschutzzentrum Goldbach, Blankenbach, Dammbach, Eichenberg, Feldkahl-Rottenberg, Goldbach, Großostheim, Haibach, Heigenbrücken, Hörstein, Hösbach-Bahnhof, Johannesberg, Kahl, Karlstein, Kleinostheim, Krombach, Laufach, Mainaschaff, Mömbris, Niedersteinbach, Sappi Stockstadt, Schimborn, Stockstadt, Waldaschaff, Wasserlos, Weibersbrunn, Winzenhohl

Waldbrand in Großkrotzenburg

Zur Unterstützung bei einem Waldbrand im hessischen Großkrotzenburg wurde aus dem Zugkonzept des Landkreises Aschaffenburg der Löschzug 02 Karlstein/Kahl alarmiert. Ein solcher Standardlöschzug besteht im Lkr. Aschaffenburg immer aus einem Führungsfahrzeug und zwei Löschfahrzeugen. Situationsbedingt wird dieser noch um ein Sonderfahrzeug, je nach Einsatzauftrag, ergänzt. In diesem Fall rückte noch ein Tanklöschfahrzeug mit aus. Im Laufe des Einsatzes wurde noch das TLF 24/50 der Stadt Alzenau, der GW-U mit Waldbrand Equipment aus Karlstein, sowie der MTW aus Karlstein mit der Einsatzdrohne nachgefordert. Die letzten Bayerischen Kräfte kehrten um 17:38 Uhr in ihr Gerätehaus zurück.

Die ca. 5000 qm große Einsatzstelle wurde von ca. 100 Feuerwehrkräften mit über 15 Einsatzfahrzeugen aus Hessen und Bayern bekämpft.

Bilder: Feuerwehr Karlstein

 

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