Motivation für die Feuerwehr – Kahl hat „Danke“ gesagt

„Wir sind für nichts so dankbar wie für Dankbarkeit.“ Dieses Zitat der Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach drückt aus, was wir von der Kahler Feuerwehr in den vergangenen Tagen, vor allem in der Sonntagnacht, erleben durften. Die beste Motivation für unsere ehrenamtliche Arbeit ist es, Wertschätzung zu erfahren und zu spüren, dass wir gebraucht werden. Das geschieht vor allem dann, wenn man „Danke“ gesagt bekommt. Und Kahl hat „Danke“ gesagt:

Nachbarn der Feuerwehr und Bürger aus ganz Kahl haben uns während der Einsätze Snacks, belegte Brötchen, Kuchen und Getränke an die Einsatzstellen und ins Gerätehaus gebracht. Ein Förster hat uns spontan in der Nacht zum Montag beraten und mit angepackt. Viele sind vorbei gekommen, um einfach nur „ Danke“ zu sagen und sehr viele haben dasselbe über die Sozialen Medien getan. Die Aral-Tankstelle hatte sogar die ganze Nacht für die Feuerwehren geöffnet, so dass wir rund um die Uhr unsere Kraftstoffvorräte für die Stromaggregate und Kettensägen auffüllen konnten.

Kahl hat beispiellos zusammengehalten und tut das weiterhin. Wenn man durch den Ort läuft, kann man sehen, dass an jeder Ecke und in jeder Straße gemeinsam geputzt, gesägt und aufgeräumt wird. Und die Grenze ist dabei nicht der eigene Gartenzaun.

Dafür sagen wir DANKE Kahl!

DANKE auch an alle, die uns Kahlern in der Sturmnacht zur Hilfe geeilt sind. Die unendlich lange Liste der Unterstützer könnt Ihr in unserem letzten Artikel zur Sturmnacht nachlesen.

PS: Die Einsatzabteilung trifft sich freitags um 19 Uhr zur gemeinsamen Ausbildung. Über jeden, der uns regelmäßig unterstützen und mitmachen möchte, freuen wir uns. Kommt einfach vorbei.

Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten auf der BAB 45

Am Montagmittag wurden die Feuerwehren Kahl, Karlstein, Alzenau und Hörstein zu einem schweren Verkehrsunfall auf die BAB 45 in Fahrtrichtung Aschaffenburg alarmiert.

Im Bereich der Auffahrt Alzenau Mitte war ein LKW auf einen anderen LKW aufgefahren.

Hierbei wurden zwei Personen schwer verletzt. Ein LKW Fahrer war im Fahrzeug eingeklemmt, so dass die Fahrerkabine mit hydraulischem Rettungsgerät zerschnitten werden musste um ihn zu befreien.

Von Kahl waren zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge im Einsatz.

Weiterhin waren die Polizei und der Rettungsdienst mit mehreren Rettungswagen und zwei Notärzten an der Einsatzstelle im Einsatz.

Der aus der Fahrerkabine gerettet Schwerverletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Traumazentrum geflogen.

Bei den Rettungsarbeiten wurde zudem ein Kahler Feuerwehrmann leicht verletzt und musste mit einem Rettungswagen zur Behandlung in eine Spezialklinik gebracht werden.

Er konnte die Klinik nach der Behandlung wieder verlassen. Die Autobahn musste für die Rettung voll gesperrt werden.

+ Sturmbilanz der Kahler Feuerwehr +

Zwei Tage nach dem verheerenden Sturm am Sonntagabend kommen die Einsatzkräfte der Kahler Feuerwehr langsam zur Ruhe und es kann eine grobe Bilanz gezogen werden.

Die Kahler Feuerwehr und ihre Helfer waren von Sonntagabend 18:20 Uhr bis in die frühen Morgenstunden des Montags im Einsatz.

Hierbei wurden sie von den umliegenden freiwilligen Feuerwehren aus Mömbris/Niedersteinbach (Zug 4), Laufach/Feldkahl/Rottenberg (Zug 7), Haibach/Winzenhohl (Zug 9), Hösbach/Sailauf (Zug 10), Aschaffenburg (Zug 4), Hohl (Verpflegungszug), Niedernberg, Goldbach, Sulzbach, Mainaschaff, Schimborn, Großostheim, Großkrotzenburg und der Werkfeuerwehr Kraftwerk Uniper Großkrotzenburg, dem BRK Kahl und dem THW Alzenau unterstützt.

Das entspricht einer Zahl von 230 überwiegend ehrenamtlichen Katastrophenschützern.

In Kahl, das mit am schlimmsten von dem Sturm getroffen wurde, wurden im gesamten Ort durch Hagel und umstürzende Bäume Häuser, Dächer, Fahrzeuge, Straßenschilder, Laternen, die Bahnstrecke und auch Stromleitungen beschädigt.

Diese mussten gesichert, entfernt oder abgedeckt werden.

Teilweise konnte die Ortschaft aufgrund hunderter umgestürzter Bäume über die Zufahrtsstraßen nicht mehr erreicht werden.

Weiterhin musste die Feuerwehr unter anderem zerstörte Kamine sichern, aus 32 Gebäuden/Kellern Wasser abpumpen, 50 Dächer aufgrund von Sturmschäden sichern, Hagelkörner wegschippen, ein Wohnhaus evakuieren und ein Pferd aus der Kahl retten.


Gegen 5 Uhr am Montagmorgen waren alle Einsätze beendet, so dass die auswärtigen Kathastrophenschutzeinheiten Kahl wieder verlassen konnten.

Nach einer kurzen Pause alarmierte es am Montag ab 7:30 Uhr erneut mehrmals zu kleineren Einsätzen aufgrund von Unwetterschäden sowie zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn.

Der Arbeitseinsatz für die Kahler endete am Montagabend um 21:30 Uhr.

Am heutigen Dienstag wurden noch kleinere Restarbeiten erledigt.


Insgesamt wurden in Kahl in den letzten drei Tagen fast 200 Einsätze gemeistert, das entspricht doppelt so vielen Einsätzen wie im gesamten Jahr 2018.

Die Einsatzbilanz des gesamten Landkreises Aschaffenburg beträgt für die Sturmnacht 600 Einsätze.
Wir bedanken uns bei allen überörtlichen Kräften, die uns und den Kahler Bürgern zur Seite standen.

 

Bilder 1- 14: MHS Fotografie, vielen Dank!
Ab Bild 15: Feuerwehr Kahl

Unwetter verwüstet Kahl

In den Abendstunden kam es zu einem ausgeprägten Unwetter mit hohen Windgeschwindigkeiten, Regen und Hagel, welches insbesondere in Kahl und Alzenau zu zahlreichen Unwetterschäden führte.

Beschädigte Fahrzeuge, Dächer, Laternen und Stromleitungen sowie umgestürzte Bäume und überflutete Keller halten seit Unwetterbeginn die Feuerwehr in Atem. Aktuell hat die Feuerwehr über 500 Einsatzmeldungen, die in Kahl von der Feuerwehr Kahl, acht weiteren Feuerwehren aus dem Umland und dem THW abgearbeitet werden.

Bitte haben Sie Geduld und achten Sie auf möglicherweise herabstürzende Äste. Vielen Dank!

Fotos von MHS Fotografie

Für Ihre Sicherheit im Einsatz!

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