Main-Echo berichtet über Mängel an HLF20-16

Löschfahrzeug der Kahler Feuerwehr nach nur zwei Jahren kaputt

Brandschutz: stellt Löschfahrzeug nach nur zweieinhalb Jahren außer Dienst – Gerichtsverfahren läuft

30 Mängel Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Kahl ist dezimiert. Eines ihrer zwei Löschgruppenfahrzeuge hat die Wehr vergangene Woche außer Dienst stellen müssen – aufgrund von, so Kommandant Florian Ritter gestern in einer Pressemitteilung, »sicherheitsrelevanten Mängeln«. Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 ist damit nach nur zweieinhalb Dienstjahren nicht mehr einsatzbereit.

»Nicht einsatzbereit«: Das Löschgruppenfahrzeug HLF 20/16 steht verkehrt herum und verschlossen im Kahler Feuerwehrgerätehaus. Es könne, so Kommandant Florian Ritter, derzeit weder für Feuerwehreinsätze noch im Straßenverkehr genutzt werden. So kann die Wehr zurzeit nur noch ein Löschfahrzeug einsetzen (LF 16-12, rechts; links: Drehleiterfahrzeug DLK 23-12).

Es handele sich um das deutschlandweit erste vom Aufbauhersteller BAI Sonderfahrzeuge GmbH ausgelieferte Fahrzeug dieses Typs (»Baiway«-Serie). Die Gemeinde Kahl und die Herstellerfirma sehen nun einer gerichtlichen Klärung des Mängelfalls entgegen. Derzeit läuft ein vom Landgericht Aschaffenburg eingeleitetes Beweissicherungsverfahren.
Liste mit 30 Mängeln Nachdem ein Gutachter das Fahrzeug untersucht habe, liege dem Gericht eine Liste mit 30 Mängeln vor, berichtete Florian Ritter gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Um welche Mängel genau es sich handelt, wollte Ritter unter Verweis auf das schwebende Verfahren nicht sagen. Manche der Mängel seien jedoch, so unterstrich der Kommandant, »sicherheitsrelevant«, und zwar so, dass er den Einsatz des Fahrzeugs »nicht mehr verantworten« könne.
Am 12. Januar habe er Bürgermeister Seitz mitgeteilt, »dass die Einsatzbereitschaft des Fahrzeugs aufgrund der Vielzahl an sicherheitsrelevanten Mängeln auf unbefristete Zeit nicht mehr gewährleistet« sei, so Ritter in seiner Pressemitteilung.
Das im Mai 2009 in Dienst gestellte HLF 20/16 sei »zu keinem Zeitpunkt mängelfrei« gewesen – »trotz zahlreicher Servicetermine durch den Lieferanten«. Bestellt habe man das Fahrzeug bereits im Jahre 2007, und zwar zu einem, so Ritter zum Main-Echo, »Schnäppchenpreis« zur Markteinführung von rund 330 000 Euro und damit rund 90 000 Euro unter dem heute üblichen Preis. Den folgenden zweijährigen »Lieferverzug« erklärt Ritter damit, dass das Fahrzeug bei der Bestellung »noch kein vernünftiges Produkt« gewesen sei. Den Rest des Eintrags lesen. »

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Deutliche Zurückweisung der Kritik der FWG Kahl durch KBI Wissel

Nicht mit den Vereinen vergleichbar

Gemeindefinanzen: Kreisbrandinspektor Wissel weist Kritik der Kahler FWG an Ausgaben für Freiwillige Feuerwehr zurück

KAHL. Kreisbrandinspektor Frank Wissel (Mömbris) hat die Kritik der Kahler FWG an den gemeindlichen Ausgaben für die Freiwillige Feuerwehr Kahl und die grundsätzliche Forderung nach Berufsfeuerwehren zurückgewiesen. In einem Schreiben an unsere Zeitung betont Wissel, dass die Freiwillige Feuerwehr nicht auf eine Stufe mit einem Verein gestellt werden könne und rechnet vor, dass eine Berufswehr für die Kommune weitaus teurer kommen würde als eine Freiwillige Feuerwehr. Wie gestern berichtet, hatte die FWG bei ihrem Dreikönigstreffen kritisiert, dass im Kahler Haushalt die Fördermittel für Vereine um 50 Prozent zurückgefahren und deren Kosten für die Hallennutzung um 50 Prozent erhöht würden, während der Etat für die Feuerwehr »weiterhin immer höher« werde. Mehr als 200 000 Euro seien 2012 vorgesehen für die Freiwillige Feuerwehr. Es sei »unmöglich, dass eine der am besten ausgerüsteten Feuerwehren im Landkreis, die erst vor zehn Jahren ein Feuerwehrgerätehaus für eine Million Euro bekam, jetzt Forderungen
in Höhe von 241 000 Euro stellt«, wird Gemeinderat Alfred Wilz in der FWG-Pressemitteilung zitiert. Freiwillige Feuerwehren sind nach Ansicht der Freien Wähler grundsätzlich nicht mehr zeitgemäß und sollten durch Stützpunktfeuerwehren als Berufsfeuerwehr ersetzt werden.
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Erstes BAIWAY-Löschfahrzeug in Deutschland nach 2 Dienstjahren nicht mehr einsatzbereit

Das erste von der Firma BAI Sonderfahrzeuge in Deutschland ausgelieferte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 ist nach zweieinhalb Dienstjahren nicht mehr einsatzbereit. Das erste Fahrzeug der BAIWAY-Serie steht bei der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Kahl am Main in Unterfranken.

In einem Schreiben an den Bürgermeister vom 12. Januar 2012 teilte Florian Ritter, Kommandant der Feuerwehr, mit, dass die Einsatzbereitschaft des Fahrzeuges aufgrund der Vielzahl an sicherheitsrelevanten Mängeln auf unbefristete Zeit nicht mehr gewährleistet ist. Das Fahrzeug wurde im Mai 2009 in Dienst gestellt und war bis zum heutigen Tage, trotz zahlreicher Servicetermine durch den Lieferanten, zu keinem Zeitpunkt mängelfrei. Als Konsequenz läuft momentan
ein vom Landgericht Aschaffenburg eingeleitetes Beweissicherungsverfahren.

Um den Brandschutz in der Gemeinde Kahl am Main sicherzustellen und die Sicherheit der Feuerwehrdienstleistenden zu garantieren, wurde die Gemeindeverwaltung weiterhin aufgefordert, adäquate Maßnahmen zur Kompensation des Fahrzeugausfalls für einen längeren, unbestimmbaren Zeitraum einzuleiten. Das Fahrzeug kann derzeit weder für Feuerwehreinsätze noch im Straßenverkehr genutzt werden. Es ist als „nicht einsatzbereit“ gekennzeichnet, indem es verkehrt herum, verschlossen im Feuerwehrgerätehaus abgestellt ist.

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Freie Wählergemeinschaft Kahl kritisiert höheren Etat für die Feuerwehr

Im Main Echo vom 16. Januar 2012 kann man folgenden Beitrag lesen, der deutlich erkennen lässt, dass die freien Wähler immer noch nicht verstanden haben, dass die Feuerwehr Pflichtaufgabe der Gemeinde und kein Verein ist. Alles abgesehen natürlich von völlig falschen Zahlen, die zugrunde gelegt werden.

FWG Kahl kritisiert höheren Etat für die Feuerwehr
Kommunales: Beim Dreikönigstreffen grundsätzliche Bedenken gegen die Finanzpolitik der Gemeinde formuliert

Kahl Die Kahler FWG hat sich bei ihrem diesjährigen Dreikönigstreffen vor allem mit der Finanzsituation der Gemeinde Kahl beschäftigt. Dies geht aus einer Pressemeldung der Freien Wähler hervor. Darin wird der Fraktionsvorsitzende und dritte Bürgermeister Klaus-Dieter Heinrich mit den Worten zitiert, dass Kahl »schwere Zeiten bevorstehen«.
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